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Mehrfamilienhaus "Brunnwiese" in Traunstein ausgestattet mit einer Hybrid-Luftwärmepumpe

Ausgangspunkt für die heiztechnische Maßnahme war zum einen das Vertrauen des Auftraggebers in die Fähigkeiten des Fachbetriebes Fellner GmbH und das vorgeschlagene Konzept, den bestehenden Gaskessel als Spitzenlastheizung mit einer solaren Luftwärmepumpe als Grundlastwärmeerzeugung zu ergänzen.
Grundlage dieses innovativen Konzeptes ist die hybride Nutzung der Solarenergie nicht nur auf direktem Weg bei Temperaturen über 40 °C zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung, sondern auch bei niedrigeren Temperaturen zur Anhebung der Lufttemperatur über das Luft Außenteil (Verdampfereinheit) der Luftwärmepumpe.

Dabei wird die Außenluft in einem patentierten Wärmetauschersystem durch den Wärmegewinn in den Sonnenkollektoren vorgewärmt, so dass die Leistungszahl der Wärmepumpe erheblich gesteigert werden kann.
Die Leistungszahlen und Wirkungsgrade bewegen sich hier im Bereich von Erdwärmeanlagen, also im höchst effizienten Bereich.
Betrachtet man nur den Nutzen der Solarkollektoren ergibt sich eine Verdoppelung des Wirkungsgrades des solaren Wärmesystems. (siehe Diagramm) Der Hauptnutzen der Sonnenkollektoren ergibt sich in der Übergangszeit und im Winter, so dass man auf eine Mischung vo nFassaden- bzw. aufgestellten Dachkollektoren gesetzt hat. Da der Sonnengang in der zweiten Jahreshälfte flacher und kürzer erfolgt, wird der Wirkungsgrad erheblich durch die Kollektorstellung, hin zur Sonne gerichtet, beeinflusst. Im Sommer hat dieszusätzlich den Vorteil, dass Übertemperaturen in der Anlage, durch die schlechtere Leistung des steilen Sonnenwinkels reduziert werden. Dies gehört heute zum Fachwissen eines erfahrenen Anlagenbauers. Es kann kann heute schon rechnerisch ermittelt werden, wie viel diese Maßnahme an Einsparung erbringt. Da bei dem Objekt Brunnwiese zusätzlich noch mit Wärmedämmung und Lüftung eine zusätzliche Einsparung von Energie sowie eine Verbesserung des Wohnkomforts erreicht werden sollte, hat die Einsparungsberechnung durch die Anlagentechnik zusätzliche Unbekannte. Berechnet wurde eine Einsparung an Erdgas von ca. 12.000,- Euro im Jahr allein über die Anlagentechnik. Grundlage des Heizkonzeptes ist der  Schichtspeicher Oskar°, der als zentraler Energiemanager dient und die Wärmeerzeuger Solaranlage, Wärmepumpe und Gaskessel so verbindet, dass stets die billigere Energie den Vorzug erhält. Ebenso wird beiden Wärmeverbrauchern dafür gesorgt, dass stets genügend Wärme für die hygienische Trinkwassererwärmung zur Verfügung steht, aber auch nicht mehr Wärme erzeugt wird als unbedingt nötig ist. Die Hydraulik wird durch ein leistungsfähiges Regelsystem unterstützt, das man auch im Internet online verfolgen kann. Das System kann das ganze Jahr über im Internet auf seine Funktion und Leistungsfähigkeit hin überprüft werden. Über diese Funktion  wird die Anlage an die Bedürfnisse des Gebäudes und deren Bewohner angepasst sowie energetisch optimiert. Natürlich wird auch der Verbrauch gemessen und mit den rechnerischen Werten verglichen. Ein Meilenstein im Vergleich mit anderen Systemen.
Für die Fa. Fellner Bad und Heizung ein weiterer Schritt in Richtung Etablierung der Solarthermie als wichtigste weil umweltfreundliche und kostenlose Wärmeenergie der Zukunft. Denn Komforterhalt für unsere Kunden, bei deutlich geringerem Energieverbrauch ist eines unserer Unternehmensziele.